© Marie-Madeleine & Giuseppe
© Marie-Madeleine & Giuseppe

CERN: das größte Teilchenphysiklabor der Welt

3 Minuten Lesedauer

Dieser Artikel wird mit Hilfe eines Algorithmus übersetzt.

Dieser Text wurde ins Deutsch übersetzt aus der Originalsprache English.

Die Schweizer Stadt Genf ist vollgepackt mit einer reichen Kultur und Geschichte; sie ist auch ein weltweit bekanntes Reiseziel mit mehreren Luxusboutiquen und Hotels in der Nähe des gleichnamigen Genfer Sees. Genf ist nicht nur Sitz der meisten europäischen Büros der Vereinten Nationen, sondern auch eine Stadt der Wissenschaft. Am Stadtrand befinden sich das Hauptquartier und die Forschungsteams des CERN, dem größten Labor für Teilchenphysik der Welt!

CERN
CERN
Espl. des Particules 1, 1211 Meyrin, Suisse

Eine europäische Initiative nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach den schwierigen Zeiten der 1940er Jahre war die physikalische Forschung in Europa fast nicht mehr vorhanden, da sie während des Krieges keine Priorität hatte. 1949 formulierte der Nobelpreisträger Louis de Broglie die gemeinsame Idee mehrerer Wissenschaftler, ein zentralisiertes europäisches wissenschaftliches Labor für Physikforscher zu schaffen. Das war auch die Zeit, in der der Wunsch nach einem vereinten Europa zum Vorschein kam, der zur späteren Gründung der Europäischen Union führte.

© Wikimedia/Maximilien Brice (CERN)
© Wikimedia/Maximilien Brice (CERN)

Ebenfalls von der UNESCO unterstützt, wurde 1952 das Projekt eines internationalen Forschungszentrums für Physik gestartet. Elf Länder unterzeichneten das Übereinkommen zur Gründung des "Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire" (CERN), der für die Europäische Organisation für Kernforschung steht. Dieses Abkommen wurde 1954 durch die Unterzeichnung von 12 Ländern bestätigt. Die Schweizer Stadt Genf wurde wegen ihrer zentralen Lage in Europa und der Neutralität, die die Schweiz während der beiden Weltkriege angenommen hat, als Standort für dieses neue Forschungszentrum ausgewählt. Aufgrund des großen Platzbedarfs für seine Infrastrukturen erstreckte sich das CERN 1965 über einige Kilometer vom ursprünglichen Ort entfernt. Sie umfasst nun mehrere Standorte zwischen Genf und dem benachbarten Frankreich.

© Marie-Madeleine & Giuseppe
© Marie-Madeleine & Giuseppe

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt

Der erste Teilchenbeschleuniger des CERN wurde 1957 eröffnet. Es ist eine Maschine, mit der die Teilchenphysik untersucht wird. Die Teilchenphysik mag für Nicht-Experten obskur erscheinen: Kurz gesagt, sie untersucht die Zusammensetzung unseres Universums und seine Funktionsweise. Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet werden nicht nur für die Entwicklung der Physik, sondern auch für technische Bereiche und Branchen eingesetzt.

Nach mehreren Verbesserungen wurde als letztes im Jahr 2008 der Large Hadron Collider (LHC) gebaut. Er ist der leistungsfähigste und größte Teilchenbeschleuniger der Welt und treibt damit Tausende von Wissenschaftlern aus aller Welt zum CERN, um ihre Forschung zu betreiben.

Der LHC ist ein 27 km langer, ringförmiger Tunnel, der etwa 1 km tief im Boden liegt und die Schweiz und Frankreich durchquert. Diese massive Maschine half, mehrere Studien durchzuführen. Sie haben wahrscheinlich in den Nachrichten von den wissenschaftlichen Fortschritten beim Higgs-Boson gehört, das in den Medien allgemein als das "Teilchen Gottes" bezeichnet wird.

© Wikimedia/Max Braun
© Wikimedia/Max Braun

Der Geburtsort des World Wide Webs

Das CERN ist auch dafür bekannt, dass es der Ort ist, an dem das Web geboren wurde. Die CERN-Wissenschaftler Tim Berners-Lee und Robert Cailliau entwickelten das ENQUIRE-Protokoll, mit dem Wissenschaftler Informationen aus der Ferne kommunizieren und austauschen konnten. Dieses Projekt ging 1993 an die Öffentlichkeit und stellt den ersten Schritt ins World Wide Web dar.

© Marie-Madeleine & Giuseppe
© Marie-Madeleine & Giuseppe

Ein Labor, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Als eines der führenden internationalen Forschungszentren in der Physik hat das CERN auch die Aufgabe, Wissen auch außerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu teilen. Verschiedene Orte sind für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich, wie z.B. der Globus der Wissenschaft und Innovation und das Mikrokosmos-Museum. Dort erfahren Sie viel über die Forschung am CERN und die Geschichte des Zentrums. Es ist auch für Kinder geeignet, im Gegensatz zu Führungen, die eher für Erwachsene und jüngere passionierte Personen geeignet sind.

© Wikimedia/Simon Waldherr
© Wikimedia/Simon Waldherr

Kostenlose Führungen sind der perfekte Weg, um sich ein besseres Bild davon zu machen, wie ein Labor für Teilchenphysik aussieht. Hüte dich: Diese Besuche sind sehr gefragt, und es ist nicht so einfach, Zugang zu ihnen zu erhalten.

Alle sechs Jahre oder so stoppt das CERN alle Beschleuniger und andere Forschungswerkzeuge für Wartung und Verbesserungen. Während dieser Betriebspause organisiert das CERN Tage der offenen Tür, an denen Tausende von Menschen an den verschiedenen Standorten willkommen sind. Es ist eine großartige und einzigartige Gelegenheit, den Teilchenbeschleuniger von innen zu sehen, da er im Betrieb offensichtlich nicht möglich ist.

© Marie-Madeleine & Giuseppe
© Marie-Madeleine & Giuseppe

Auch wenn Sie es nicht im Voraus geplant haben, sollten Sie unbedingt dorthin fahren und die Dauerausstellung besuchen. Sie werden mehr über dieses einzigartige Labor und die am CERN durchgeführte Forschung zur Teilchenphysik erfahren.


Der Schriftsteller

Marie-Madeleine & Giuseppe Renauld

Marie-Madeleine & Giuseppe Renauld

Marie-Madeleine und Giuseppe sind ein Paar, das in Genf, Schweiz, lebt. Beide sind leidenschaftlich interessiert an Reisen, Geschichte, Kulturen und traditionellem Essen. Sie erzählen Geschichten über Brüssel und Südbelgien sowie das italienische Tal von Mont-Blanc und Umgebung.

Weitere Reisegeschichte für Sie