Cover picture © Credits to iStock / RossHelen
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Liechtenstein: wo die letzten Römer leben

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Das Fürstentum Liechtenstein ist wohl das am wenigsten bekannte Land in Europa. Einer der Gründe ist die Größe der Fläche, die fast dreimal kleiner ist als Wien, während der andere Grund darin liegen könnte, dass dieses stabile und neutrale Land tief in den Alpen verborgen liegt. Klein zu sein bedeutet jedoch nicht, langweilig zu sein. Ich schätze, dass nicht so viele Menschen wissen, dass in Liechtenstein die letzten Römer leben, dass ihr Land eines der beiden doppelt eingeschlossenen Länder der Welt ist und dass es die Heimat des Curta-Rechners ist. Bleiben Sie dran, um mehr über dieses interessante Stück Europa zu erfahren.

Wie klein ist Liechtenstein?

Das Gebiet um Lichtenstein ist mit 160 Quadratkilometern das viertkleinste Land Europas und das sechstkleinste der Welt. An den breitesten Stellen ist das Land nur etwa 24 km lang und 12 km breit. In Liechtenstein leben rund 38 000 Menschen, und mehr als ein Drittel der Einwohner sind Ausländer, die 90 verschiedenen Nationalitäten angehören. Fast 60 Prozent der Ausländer kommen aus dem deutschsprachigen Raum. Die Hauptstadt Vaduz bildet zusammen mit den beiden Nachbarstädten Schaan und Triesen einen Ballungsraum, in dem mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt.

Picture © Credits to iStock / zefart
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Berge überall

Lichtenstein hat zwei Arten von Gelände - sehr hohe Berge und das Rheintal. Rund die Hälfte des liechtensteinischen Territoriums besteht aus Bergen, und insgesamt gibt es 32 Berge mit einer Höhe von mindestens 2000 Metern. Der tiefste Punkt des Fürstentums liegt bei 430 m über dem Meeresspiegel. Liechtenstein bietet aufgrund seines Geländes im Sommer hervorragende Möglichkeiten zum Wandern, Strassenradfahren und Mountainbiken. Im Winter sind Skifahren und Snowboarden im Vergleich zum benachbarten Österreich und der Schweiz zu einem günstigen Preis möglich.

Picture © Credits to iStock / alex_u
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Interessante Fakten:

Der letzte Überrest des Römischen Reiches

Als letztes Land des Heiligen Römischen Reiches, das zu einem souveränen Mitgliedsstaat wurde und noch immer in seinen Grenzen existiert, kann man sagen, dass das Fürstentum der letzte Überrest des Heiligen Römischen Reiches ist.

Curta-Rechner

Nicht so viele Menschen erinnern sich an den legendären Curta-Rechner, der als der kleinste massenproduzierte Rechner der Welt galt. Er hatte eine extrem kompakte Bauweise: ein kleiner Zylinder mit einer Kurbel an der Oberseite, der in die Handfläche passt. Das erste Modell bestand aus 571 Einzelteilen und das zweite aus 719. Bis zu seiner Ablösung durch die elektronischen Taschenrechner in den 1970er Jahren galt er als der beste tragbare Taschenrechner auf dem Markt. Dieses ausgeklügelte und präzise mechanische Wunderwerk war in allen Bereichen weit verbreitet und wurde von 1947 bis 1970 in Liechtenstein in einer Gesamtmenge von rund 140.000 Stück produziert. Heute ist es ein sehr wertvolles Sammlerstück.

Picture © Credits to iStock / Stefan Rotter
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Harte Zeiten für Frauen

In der Geschichte war es nicht einfach, eine Frau in Liechtenstein zu sein. Erstens war das Fürstentum für seine Hexenjagden im 17. Jahrhundert bekannt, als Hunderte von Frauen wegen Hexerei verurteilt und als Hexen verbrannt wurden. Liechtenstein war das letzte Land in Europa, das das Wahlrecht für Frauen verweigerte. Erst nach dem vierten Referendum fand 1984 die Einführung des Frauenwahlrechts statt. Dieses Referendum beschränkte sich auf männliche Wähler, und ein Votum für die Änderung erfolgte nur mit dem knappen Vorsprung von 119 Stimmen. Erst 1986 wurde jedoch in ganz Liechtenstein das Wahlrecht bei allen Wahlen, auch bei den lokalen, eingeführt.

Paradies der Steuerhinterziehung und Wirtschaftswunder

Von der Gründung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs befand sich Liechtenstein in einer finanziellen Notlage. Da es sich um ein armes, ländliches Fürstentum handelte, wurde auch die Dynastie darauf bedacht, Kunstschätze der Familie zu verkaufen, um die Schulden zu begleichen. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich die Lage jedoch, als Liechtenstein mit seiner Finanzpolitik zu einem sicheren Zufluchtsort für extrem wohlhabende Privatpersonen und Unternehmen wurde, die versuchen, Steuern in ihren Heimatländern zu vermeiden oder zu umgehen, und die Zeit derjenigen, die die Geldkoffer bringen, begann. Seitdem wandelte sich Liechtenstein rasch in eine prosperierende, hochindustrialisierte Freihandelswirtschaft. Heute genießt die Bevölkerung einen der höchsten Lebensstandards der Welt. Liechtenstein hat aufgrund der sehr niedrigen Unternehmenssteuern mehr registrierte Unternehmen als Bürger.

Picture © Credits to iStock / rihast
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Ziel dieser Geschichte war es, Liechtenstein gerecht zu werden und zu zeigen, wie klein und weniger bekannt das Land für seine Besucher sehr interessant sein kann, auch im Interesse des Landes, in dem die letzten Römer leben.


Der Schriftsteller

Ogi Savic

Ogi Savic

Ich bin Ogi. Als Journalistin und Ökonomin lebe ich in Wien und habe eine Leidenschaft für Skifahren, Reisen, gutes Essen und Trinken. Ich schreibe über all diese Aspekte (und mehr) des schönen Österreichs.

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