Bemalte Schädel im Hallstätter Charnelhaus

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Die Michaelskapelle aus dem 12. Jahrhundert in der malerischen Stadt Hallstatt verbirgt eines der berühmtesten Beinhäuser der Welt. Das Charnel-Haus ist der Ort, an dem menschliche Skelettreste aufbewahrt werden und in dem Gebiet, in dem der Grabraum knapp ist, üblich sind. Es wird vermutet, dass sich durch den Mangel an Friedhofsflächen und den akuten Platzmangel auf dem Hallstätter Friedhof die Tradition der Wiederverwendung der vorhandenen Gräber für neue Bestattungen entwickelt hat. Die Schädel und Knochen der alten Gräber werden im Rahmen einer zweiten Beerdigung aus dem Grab in das Beinhaus gebracht. Diese Tradition war in den österreichischen Alpenregionen üblich, ist aber heute nur noch in Hallstatt lebendig und beherbergt die größte Schädelsammlung. Die Schädel werden nicht nur gelagert, sondern auch kunstvoll bemalt. Die Tradition der Schädelmalerei begann hier um das Jahr 1720. Schädeldekorationen helfen, die Identität des verstorbenen Familienmitglieds zu bewahren. Die Schädel sind meist mit den vollen Namen oder Initialen beschriftet. Dekorationen sind meist in Form von Kreuz, Kranz, Blumen, Efeublättern, Eichenlaub oder Oleander, je nachdem, wann sie dekoriert wurden. Der Verstorbene bleibt in der Regel 10-20 Jahre im Grab, bis der Schädel aus dem Grab genommen, dann vom Totengräber gereinigt und dann zum Bleichen in der Sonne und im Freien aufgestellt wird. Der Sinn dieses Prozesses ist es, die Elfenbeinfarbe des Schädels zu erhalten. Die Bemalung des Schädels liegt im Ermessen des Malers und seiner Familienmitglieder.

In der Kapelle sind heute etwa 1200 Schädel aufbewahrt, von denen etwa 600 geschmückt sind, die nur einen kleinen Teil der verstorbenen Bevölkerung der Stadt ausmachen. Noch heute ist es auf besonderen Wunsch möglich, den Schädel im Beinhaus zu begraben. Katholiken und Protestanten folgen dieser Tradition und obwohl der katholische und der protestantische Friedhof getrennt sind, enden die Schädel zusammen im selben Beinhaus. Einige Theorien besagen, dass die Tradition der Schädelmalerei nicht aus dem Mangel an Platz auf dem Friedhof stammt, sondern mit Familientraditionen verbunden ist.

Die Beinhäuser in der Michaelskapelle stellen eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten in Hallstatt dar. Es liegt in den Hügeln über der Stadt in der Nähe der prähistorischen Salzbergwerke und entlang der Route der ältesten noch in Betrieb befindlichen Industrieleitung der Welt. Es ist leicht zu Fuß oder direkt mit dem Auto zu erreichen. Vom Innenhof der Kapelle hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt Hallstatt, den See und das Dachsteingebirge. Das gesamte Gebiet gehört zum Weltkulturerbe der Unesco in Österreich.


Der Schriftsteller

Ogi Savic

Ogi Savic

Ich bin Ogi. Als Journalistin und Ökonomin lebe ich in Wien und habe eine Leidenschaft für Skifahren, Reisen, gutes Essen und Trinken. Ich schreibe über all diese Aspekte (und mehr) des schönen Österreichs.

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