Cover photo © credits to iStock/dikobraziy
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Röstigraben: eine kulturelle Grenze in der Schweiz

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Wenn Sie bereits in der Schweiz waren, wissen Sie wahrscheinlich, was Rösti ist. Dieses traditionelle Schweizer Gericht aus geriebenen, in einer Pfanne gebratenen Kartoffeln stammt aus dem Kanton Bern, der Hauptstadt der Schweiz. Aber es ist überall im Land sehr beliebt geworden.

Photo © credits to iStockphoto/ALLEKO
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Wir werden in dieser Geschichte nicht über das Essen sprechen, sondern über eine humorvolle, imaginäre Grenze, die das Land in die West- (französischsprachig), Zentral- und Ostschweiz (deutschsprachig) teilt.

Die Schweiz versammelt friedlich eine grosse Vielfalt von Kulturen: Im ganzen Land werden vier Amtssprachen gesprochen - Deutsch (62,6% der Bevölkerung), Französisch (22,9%), Italienisch (8,2%) und Romanisch (0,5%). Diese Sprachen sind direkt mit verschiedenen Traditionen, Lebensstilen und Denkweisen verbunden. Obwohl sich die Schweizerinnen und Schweizer als ein einziges Land identifizieren, erkennen sie diese Unterschiede an und nutzen sie, um ihre Nachbarn zu ärgern oder sich über sich selbst lustig zu machen.

Photo © credits to Wikimedia Commons/Marco Zanoli
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Das Wort "Röstigraben" veranschaulicht dies perfekt. Die Schweiz war damals neutral, inmitten des Deutschen Reiches und der Französischen Republik: Die Meinung der Schweizer sprach sich entweder für Deutschland im deutschsprachigen Raum oder für Frankreich im französischsprachigen Raum aus. Ein weiteres nahrungsbezogenes Wort wird verwendet, um die Grenze zwischen Deutsch- und Tessin, also der italienischsprachigen Schweiz, zu benennen: Polentagraben (Polentagraben).

Der Röstigraben ist eine sprachliche und kulturelle Grenze, die sich von den Tälern des Juras im Norden bis zu den Bieler-, Neuenburger- und Murtenseen erstreckt. Dann geht es entlang der Sarine durch das Schweizer Hochland (Mittelland), eine weitgehend flache und hügelige Region zwischen Jura und Alpen. Sie durchquert Kantone, Städte und Dörfer wie Freiburg, Murten und Saanen. In diesen Fällen werden sowohl Französisch als auch Deutsch in Verwaltungen und Schulen verwendet. Weiter geht es durch die Alpen und das Rhônetal im Kanton Wallis bis zur italienischen Grenze zum Aostatal.

Photo © credits to Marie-Madeleine & Giuseppe
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Neben der Sprachtrennung verbreitete sich in den 70er Jahren die Verwendung des Wortes Röstigraben, um insbesondere eine kulturelle Kluft zwischen den beiden Seiten der Sprachbarriere zu bezeichnen. Im politischen System der Schweiz werden Wahlen regelmässig für öffentliche Entscheide genutzt.

Photo © credits to Wikimedia Commons/Ludovic Péron
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Im Zentrum der Stadt Freiburg, in der Nähe der Sarine, feiert ein Denkmal den Röstigraben und die starke Verbindung zwischen den beiden Landesteilen. Die Schweiz ist seit ihrer Frühgeschichte ein Land mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen. Die Schweiz oder die Eidgenossenschaft ist ein Land, das sich aus 26 Kantonen oder Staaten unterschiedlicher Größe zusammensetzt, die alle über eine starke lokale Macht verfügen. Der Bundesstaat spielt eine sehr taktvolle Rolle sowohl beim Schutz der Besonderheiten jedes Staates als auch bei der Koordination unterschiedlicher Bedürfnisse und Erwartungen. Wahrscheinlich finden Sie deshalb in der ganzen Schweiz eine Nation mit einer starken patriotischen Identität.

Photo © credits to iStockphoto/RossHelen
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Der Schriftsteller

Marie-Madeleine & Giuseppe Renauld

Marie-Madeleine & Giuseppe Renauld

Marie-Madeleine und Giuseppe sind ein Paar, das in Genf, Schweiz, lebt. Beide sind leidenschaftlich interessiert an Reisen, Geschichte, Kulturen und traditionellem Essen. Sie erzählen Geschichten über Brüssel und Südbelgien sowie das italienische Tal von Mont-Blanc und Umgebung.

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